Teil 1: Nest Protect – Rauchmelder und mehr in Kombination mit Philips Hue


Rauchmelder werden nicht von jedem als “smart” angesehen! Wozu auch, ein Rauchmelder soll eigentlich nur an der Decke hängen und seinen Job verrichten – im Alarmfall einen lauten Piepton abgeben, damit man sich ins Freie retten kann. Der Nest Protect ist jedoch ein solches Smart Home-Gerät, denn in Kombination mit anderen Services/Anbietern liefert dieser Rauch- und Kohlenmonoxidmelder genau das, was man von ihm erwartet. Durch die Vernetzung mit anderen Services wie zum Beispiel Philips Hue, wird der Alarm auch visuell möglich!

Vorgeschichte

Wie ich bereits auf der Übersichtsseite zu dieser Serie geschrieben habe, sprach mich neulich meine Kollegin zu diesem Thema an. Sie ist hörgeschädigt (gehörlos) und kürzlich in ein eigenes Haus gezogen. Natürlich ist dieses Haus vorschriftsmäßig mit Rauchmeldern ausgestattet, allerdings mit ganz “normalen” Rauchmeldern. Im Alarmfall würde sie also den Alarm gar nicht hören, wenn sie ihr Hörgerät ablegt oder der Alarm in einem anderen Zimmer ausbricht.
Verrückt oder? Es gibt Regeln und Gesetze die man strikt befolgt, aber das ist natürlich Spezialfall. Ein akustischer Alarm macht bei Gehörlosen schlichtweg keinen Sinn.

Einen solchen Fall hatte ich bisher noch nie auf dem Schirm – wohl, weil ich nicht betroffen bin!

Ab diesem Zeitpunkt begab ich mich auf die Suche nach geeigneten Geräten für Gehörlose und prüfte, welche Geräte zuverlässig und sinnvoll für diesen Fall scheinen. Auch auf Empfehlung meiner Kollegin kam dann schnell der Nest Protect in die nähere Auswahl, da dieser mit weiteren Anbietern kompatibel ist. Um diesen Nest Protect soll es also in diesem Beitrag gehen!

Nest Protect

Der Nest Protect besitzt mehrere Sensoren.

  • Brandspektrumssensor, 450 nm und 880 nm Wellenlänge
  • Elektrochemischer Kohlenmonoxidsensor mit 10 Jahren Produktlebensdauer
  • Wärmesensor: ± 1 ºC
  • Luftfeuchtigkeitssensor: ± 3% RH
  • Anwesenheitssensor: 120°-Erfassungswinkel auf 6 m
  • Umgebungslichtsensor: 1–100.000 Lux
  • Dynamischer Bereich

Mit dem Brandspektrumssensor werden sowohl schnell brennende, offene Feuer als auch langsame Schwelbrände erkannt. Der Kohlenmonoxidsensor dient zur Erkennung von giftigen, farb- und geruchlosen Kohlenmonoxid, der Luftfeuchtigkeitssensor soll vor Fehlalarmen schützen (z.B. Dampf beim Kochen). Mit dem Anwesenheitssensor erkennen die Geräte, ob sich jemand in der Wohnung/Haus befindet. Dies dient dazu, dass der Test des Alarmtons nicht ausgeführt wird, wenn jemand zu Hause ist. Der Umgebungslichtsensor dient für die Nachlichtfunktion. Jeder Melder kann mit seinem Ring in der Nacht als Lichtquelle dienen und dir den Weg zur Toilette ausleuchten. Der Nest Protect führt selbstständig Funktionstests bis zu 400x täglich durch, damit ist sichergestellt, dass du nachts um 2 Uhr kein piepen wegen leeren Batterien hören wirst.

Befinden sich mehrere dieser Geräte in deinem Zuhause, dann agieren alle Melder im Alarmfall zusammen. Du hörst also auch auf anderen Etagen oder Zimmern, wenn ein Alarm auslöst und welche Gefahr erkannt wurde. Auch über die, für Android und iOS erhältliche, Nest App wird der Alarm angezeigt und lässt sich natürlich darüber auch deaktivieren.

Nest Protect 2. Generation Rauch- und CO-Melder
Erkennt mit dem intelligenten Brandspektrumssensor sowohl schnell brennendes, offenes Feuer als auch langsame Schwelbrände.
139,90 EUR

Besitzt du zusätzlich eine Nest Cam, beginnt diese im Alarmfall automatisch mit einer Aufnahme und schickt dir diese zu. Außerdem wird der Videoclip sicher in der Cloud gespeichert, um ihn später nochmal ansehen zu können.

Hier findest du unseren ersten Eindruck und ich zeige dir, was alles im Lieferumfang dabei ist:

 

Einrichtung der Nest Protect

Im Lieferumfang kommt der Nest Protect in einer schicken Verpackung und liefert als Zubehör 6 Batterien, für die Anbringung an der Decke 4 Schrauben und die Halterung zur Anbringung an der Decke. Außerdem liegt eine mehrseitige Bedienungsanleitung bei, in der die Einrichtung und Anbringung des Rauchmelders gut verständlich beschrieben sind. Auch eine Schnellanleitung über die Bedeutung der einzelnen Farben des Lichtrings ist beigepackt.

Nachdem alle Geräte ausgepackt wurden, kann mit der Einrichtung begonnen werden. Hierfür lädt man sich die Nest App aus dem jeweiligen App-Store herunter und erstellt sich darüber auch ein persönliches Nest-Konto. Dieser Vorgang dauert nur wenige Sekunden. Es wird nur eine E-Mail-Adresse und ein Passwort benötigt.

Bilderstrecke zur Einrichtung der Nest App

Anschließend kann man sich direkt anmelden und beginnen, die Geräte einzurichten. Der einfachste Weg ist hier, wenn man den Barcode auf dem jeweiligen Gerät scannt. Das funktionierte in unserem Fall ohne Probleme, selbst wenn wir den Barcode schief hielten. Er wurde fehlerfrei erkannt und man kann nun mit dem Assistenten Schritt für Schritt das Gerät einrichten. Lediglich dein WLAN Passwort solltest du für das erste Gerät kennen. Werden weitere Geräte direkt im Anschluss eingerichtet, erhalten diese automatisch das Passwort vom ersten Gerät.
Hier findest du unser Video zur Einrichtung der Rauchmelder:



Anmerkung: Ich hätte das Video zur Einrichtung gerne gedreht, ohne das Push-Meldungen hereinfliegen, allerdings muss sich die Nest App für die Einrichtung im Onlinemodus befinden und auch Bluetooth ist für die Verbindung zum Rauchmelder erforderlich. Wurde eins davon deaktiviert, kann kein Gerät eingerichtet werden. Der entsprechende Hinweis wird angezeigt.

Verbinden mit Services von Drittanbietern

Kommen wir zum eigentlichen Mehrwert für Menschen mit Beeinträchtigungen. Hier spielt der Nest seine Karten aus, da es sich mit Services anderer Hersteller verbinden lässt. Hier seien zum Beispiel Philips Hue, Lifx oder der Automatisierungsdienst IFTTT erwähnt. Auch Dienste wie Magenta SmartHome oder Conrad Connect können mit Nest Protect zusammenarbeiten.

Sieh dir einfach mal die Übersichtsseite “Works with Nest” an, um alle Möglichkeiten zu sehen.

Was soll also in einem Alarmfall passieren? Um beispielsweise gehörlose Menschen den Alarm visuell darzustellen, benötigt man zusätzlich smarte Lampen, hier kommen in unserem Test Philips Hue und auch Innr Lampen zum Einsatz. Im Video war ja bereits die Einrichtung dazu mit der Philips Hue-App zu sehen. In diesem Beispielvideo zeigen wir nun die direkte Verbindung mit der Hue App.

Nest Protect – visueller Alarm mit Philips Hue:

 

Wie man erkennen kann, kommt bei der Raucherkennung zuerst die Vorwarnung, bevor dann der richtige Alarm einsetzt. Einen kurzen Augenblick später startet dann der visuelle Alarm für gehörlose Menschen und alle smarten Lampen fangen an zu blinken und gehen dann später in eine Notbeleuchtung über.

P.S. Das Kissen habe ich zu spät auf den Rauchmelder platziert. Da ich kurz zuvor schon einmal getestet hatte, stand eben noch mein Nachbar an der Tür und erkundigte sich, ob alles in Ordnung sei :). Wie im Video schon erwähnt, ist der Alarm wahnsinnig laut. Das müssen geschätzt so um die 100-105 dB sein (trotz der Lautstärke für gehörlose Menschen zu “leise”).

Einrichtung Alarm in der Philips Hue-App

Da nun meine Tests mit diesen Meldern abgeschlossen sind, werde ich nun morgen meiner Kollegin die Rauchmelder übergeben. Ich hoffe, dass ich ihr damit eine kleine Freude bereiten, aber vor allem mehr Sicherheit im Alltag ermöglichen kann, da sie wie zuvor schon erwähnt gehörlos ist und einen normalen akustischen Alarm ohne ein Hörgerät im Schlaf gar nicht wahrnehmen würde.

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Wir freuen uns schon darauf, weitere Teile für diese Serie zu erstellen!
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Hier geht es zur Übersicht dieser Serie

 

Daniel@Echo-Tests

Letzte Aktualisierung am 22.11.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API